HIV – Verlauf der Infektion

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Im Folgenden soll HIV und der Verlauf der Infektion genau beschreiben werden:

Der Aufbau des HI-Virus

Das HI-Virus besteht aus einer äußeren Hülle, die das Andocken für die Verbindung mit der Wirtszelle ermöglicht. Außerdem aus einer inneren Kapsel (Kapsid), welche den Bauplan des Virus enthält (diesen Bauplan nennt man RNA).

Im Virus enthalten sind zudem Enzyme, welche die Vermehrung des Virus in der Wirtszelle koordinieren.

Wir vermehrt sich HIV? (Verlauf der Infektion)

Zellen, an die das Virus für eine Infektion andocken möchte, müssen gewisse Bedingungen erfüllen. So tragen sie auf ihrer Oberfläche gewisse „Erkennungsmerkmale“. Das entscheidendste dieser Merkmale ist ein Protein (genannt CD4), welches die Bindungsstellen beschreibt, die auf einer gut geeigneten Zelle zu finden sind.

Auf seiner persönlichen Hülle ist beim HI – Virus eine Andockstelle mit dem Namen gp120 zu finden. (gp steht für eine bestimmte Form eines Proteins, das Glycoprotein). Dieses Glycoprotein ist mit dem Protein CD4 einer gefundenen Wirtszelle sehr gut vereinbar und aus diesem Grund kann ein HI – Virus problemlos an diese Zellen andocken und sie infizieren.
Zellen des Menschen, die vor allem interessant für das HI – Virus sind, sind die für das Immunsystem relevanten Abwehrzellen (z.B. T – Helferzellen) und einige Darm-,  Gehirn- und Hautzellen. Auf der Oberfläche all dieser Zellen findet man die CD4 – Proteine.
Die T – Helferzellen nehmen im menschlichen Körper eine zentrale Rolle im Schutz gegen krank machende Organismen ein. Dazu zählen zum Beispiel Viren und Bakterien. Durch eine Infektion mit dem HI – Virus werden diese T – Helferzellen zerstört und die menschliche Verteidigung gegen diese krank machenden Organismen ist angeschlagen.
Letztlich ist zu sagen, dass das menschliche Immunsystem ohne Hilfe durch Medikamente hilflos gegen das HI – Virus ist.

Doch wie kommt das?

Ganz einfach: Das Virus breitet sich im Körper weiter aus:
Sobald das HIV mit seinem in der Hülle enthaltenen Protein gp120 an das CD4-Protein der Hülle der Wirtszelle andockt, nimmt die Wirtszelle es auf, und die Hülle des HI – Virus wird aufgelöst.
Nun beherbergt die Wirtszelle also die Erbinformation des Virus.
Das HIV benutzt die nun infizierte Zelle dazu, seine Erbinformation wieder und wieder zu kopieren stellt Proteine für neue Viren her.
Dazu passt es zuallererst die Erbinformation von HIV (RNA) der Erbinformation der Wirtszelle (DNA) an.
Die neue, umgeschriebene virale Erbinformation wird anschließend unter Zuhilfenahme eines weiteren Enzyms, der Integrase, in die Wirtszelle eingebaut.
Dies ist der Startschuss für die Zellmaschinerie zur Produktion von Virusproteinen.
Doch bevor neue infektiöse HI -Viren korrekt zusammengebaut werden können, müssen die Proteine noch zurecht geschnitten werden. Das geschieht durch die Hilfe eine Enzyms, das sich Protease nennt. Die neu entstandenen Viren verlassen die Wirtszelle und können nun neue Zellen infizieren.

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