HIV – Test

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Wenn ein Betroffener befürchtet, dass er sich mit dem dem HI – Virus infiziert haben könnte, sollte er sich als erstes einmal beraten lassen. Wenn in diesem Beratungsgespräch heraus kommt, dass es wirklich ein HIV – Risiko gab, so schafft ein HIV-Test Gewissheit.

Erfährt man, sich mit HIV infiziert zu haben, so hat man einen rechtzeitigen Zugriff auf die Möglichkeiten einer AIDS – Behandlung.

Wichtig ist zudem, dass man sich in der Beratung über mögliche soziale und rechtliche Nachteile informieren sollte, die mit dem HIV-Test oder besser gesagt mit einem positiven Test -Ergebnis verbunden sein könnten.

ABER: Niemand wird dazu gezwungen, einen HIV-Test zu machen! Ob jemand einen HIV-Test bei sich machen lässt, ist seine alleinige Entscheidung. Niemand darf den HIV-Test ohne das Wissen und Einverständnis der Testperson vornehmen und es darf niemand einen anderen zum Test zwingen!

Entscheidet man sich für einen HIV-Test und möchte man ausschließen sich mit HIV infiziert zu haben, so sollte dieser HIV-Test frühestens drei Monate nach der letzten Risiko bergenden Situation durchgeführt werden

Dieser HIV-Test dient nicht zur Vorbeugung.

Was geschieht beim HIV-Testverfahren?

Der HIV-Test untersucht, ob der Körper bereits Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Virus gebildet hat. Diese Antikörper bildet der Körper normalerweise innerhalb von drei bis zwölf Wochen nach der Infektion.

Wo kann man sich testen lassen?

Gesundheitsämter bieten den Test kostenlos oder gegen geringe Gebühr (10 bzw. 15€) an.
Man kann sich hier anonym testen lassen. Das Ergebnis wird nirgendwo mit Namen festgehalten.
Ein Test in einer ärztlichen Praxis wird jedoch namentlich durchgeführt – Test und Ergebnis werden nun also mit allen Folgen in der Patientenakte festgehalten. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse, wenn der Verdacht auf eine Infektion vorliegt, oder im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge.

Häufige Testverfahren:

  1. Der Suchtest
    Für den Test wird dem Patienten Blut abgenommen. Dies wird auf Antikörper überprüft. Dieser Test ist so empfindlich, dass er auch schon geringe Mengen an Antikörper aufspürt.
    Der Patient erfährt, wenn nichts gefunden wurde. Fand man Antikörper, wird ein Bestätigungstest durchgeführt, welcher teurer und aufwändiger ist.
  2. Der Bestätigungstest
    Der Bestätigungstest wird oft mit der gleichen Blutprobe durchgeführt, wie der Suchtest.
    Findet auch der Bestätigungstest Antikörper gegen HIV, wird der Testperson das Ergebnis „HIV-Antikörpertest positiv“ mitgeteilt.
  3. Der „Schnelltest“
    Schnell-Suchtests werden in Deutschland nur in Notfällen (z.B. im Krankenhaus) zugelassen.
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