Gesunde Ernährung bei HIV

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Menschen mit HIV können durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Dadurch kann die Wirkstoffaufnahme der Medikamente verbessert und so das Immunsystem gestärkt werden.

Ein gut versorgtes Immunsystem kann dem Körper wiederum helfen, die Krankheit in Schach zu halten. „Trendige“ Diäten, die meistens mit einem Nährstoffmangel verbunden sind, empfehlen sich für HIV-Patienten meistens weniger, da eine einseitige Ernährungsgestaltung den Körper im Kampf gegen das Virus eher schwächt als unterstützt.

Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Ernährungsplan, der sich aus einer ausgewogenen Mischkost zusammensetzt: Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und natürlich eine ausreichende Wasserversorgung sollten die Basis ihrer täglichen Ernährung bilden.

Durch das AIDS-Virus, welches selbst aus Aminosäuren (den Eiweißbausteinen) besteht, benötigt der menschliche Körper eine gesteigerte Eiweißzufuhr. Je fortgeschrittener das Studium der Krankheit ist, desto mehr Eiweiß muss der Muskelmasse des Körpers bereits gestellt werden. Daher sollten ausreichend fettarme Fleisch- und Fischgerichte auf Ihrem Ernährungsplan vertreten sein.

Wenn Sie sich an folgende Richtlinien halten, ist das Grundgerüst einer vollwertigen, abwechslungsreichen Ernährung gesichert, die grundsätzlich auch für nicht infizierte Menschen ratsam ist.

  1. Nehmen Sie täglich Fisch, Fleisch oder Eier zu sich. Als Vegetarier können Sie auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.
  2. Essen Sie täglich fünf Portionen Obst und Gemüse.
  3. Sichern Sie sich eine ausreichende Energieversorgung aus ballaststoffreichen Lebensmitteln, wie Nudeln, Brot oder Reis.
  4. Denken Sie daran, genug Flüssigkeit aufzunehmen, am besten 1,5l – 2l am Tag (vorzugsweise Wasser).
  5. überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen Ihr Gewicht und stimmen Sie Ihre Ernährung auf Ihre Bedürfnisse ab!
  6. Achten Sie grundsätzlich darauf, dass die Nahrungsmittel frisch zubereitet, aber nicht roh verzehrt werden. 
  7. Genussmittel, wie beispielsweise Alkohol und Nikotin, sollten in Ihrem Ernährungsplan höchstens in Maßen vertreten sein, da diese den Körper zusätzlich belasten.

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Medikamente und Ihre Nahrungsaufnahme sinnvoll aufeinander abstimmen.

Manche Wirkstoffe sind mahlzeitenunabhängig; manche sollten auf nüchternen Magen eingenommen werden, andere hingegen zu den Mahlzeiten.
Tun Sie Ihrem Körper etwas Gutes und unterstützen Sie ihn im Kampf gegen das Virus – eine sinnvolle Ernähung kann Ihre Lebensqualität nur positiv beeinflussen. Denken Sie daneben natürlich auch an ausreichen frische Luft. Setzen Sie sich doch einfach eine halbe Stunde am Tag in den Garten oder besuchen Sie einen Park. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

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